Phyllis Krystal Methode

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"Die inneren Fesseln sprengen"

Diese  Methode, welche die „Ablösung“  einschränkender Bindungen (zu Personen, Situationen oder Verhaltensweisen) unterstützt, durfte ich, nachdem ich sie an mir selbst erlebte, vor einigen Jahren in einer zweijährigen Ausbildung bei  Phyllis Krystal erlernen. Phyllis Krystal ist Psychologin, sie wurde  in Jung´scher Analyse ausgebildet, und hat auf der Basis der Analytischen Psychologie und angeleitet von ihrem höchsten Bewusstsein in Jahrzehnte langer  Praxis eine Methode entwickelt, die uns direkten Zugang zu unserem Unbewussten ermöglicht.

Während ihrer umfassenden Tätigkeit ist Phyllis Krystal zu der Überzeugung gekommen, dass viele Schwierigkeiten, mit denen Menschen zu tun haben, darauf zurückzuführen sind, dass sie den Kontakt zu ihrem Höheren Selbst verloren haben. Unter dem Höheren Bewusstsein ist der Wesensteil jedes Menschen zu verstehen, der seine wahre Identität ausmacht, der jedoch – genau wie das Unbewusste – mit dem Verstand nicht erfasst werden kann.

Die Phyllis Krystal Methode spannt den Bogen vom Unbewussten zum Höheren Bewusstsein indem sie alte Riten, östliche Weisheitslehren, Rollenbilder, Symbole, Traumarbeit  und die Archetypen von C. G. Jung miteinander verknüpft.

Mit Hilfe dieser Symbolsprache kann Einfluss auf den unbewussten Teil unserer Persönlichkeit, das “ES”,  genommen werden und Veränderungen bewirkt werden. So beginnt der Suchende unter dem Schutz und der Führung seiner eigenen “inneren Weisheit” einen Selbstfindungs- und Selbsterfahrungsprozess. Auf diese Weise werden in kurzer Zeit beeindruckende Problemlösungen möglich, wie zum Beispiel die Loslösung von einengenden, kontrollierenden Bindungen, die ja auch als Ursache für immer wieder auftretende, ungünstige Verhaltensweisen erkannt und daraus resultierend, für das Scheitern von Beziehungen mit verantwortlich gemacht werden.

 

Ein weiterer Fokus dieser Arbeit liegt in der Befreiung von Gedankenmustern, Glaubenssätzen und Überzeugungen, die wir als Kind von unseren Eltern oder anderen Bezugspersonen übernommen haben und die wir im Erwachsenenalter in unseren Beziehungen weiter aufrecht erhalten.

In Beziehungs- und Paarberatungen erlebte ich, dass sich KlientInnen durch  die – durchaus konstruktive -  Kritik Ihres Partners oder Ihrer Partnerin  immer wieder gekränkt und erniedrigt fühlten, weil die Äußerungen sie an eine Zeit erinnerten, als ihre Mutter, ihr Vater oder eine andere Bezugsperson sie maßregelte und ihr zu verstehen gab, dass sie unfähig wäre, gewisse Aufgaben zu erledigen.

Nun stellt sich die Frage, wie es überhaupt dazu kommt, dass die ursprüngliche Verbindung zur eigenen Identität, zu unserem wahren Selbst verloren geht.

Die Antwort darauf wird deutlich, wenn man die Geburt eines Kindes als erste, schmerzliche Erfahrung des „Getrennt seins“  betrachtet. Damit es heranwachsen und überleben kann, entwickelt es Bindungen zu Eltern, nahen Verwandten, Geschwistern, später auch zu anderen Bezugsperson, die dabei mitwirken, das Kind zu lenken und zu beeinflussen.

Um Liebe und Sicherheit zu bekommen, passt es sein Verhalten den äußeren Anforderungen an, nimmt Rollen an, behält diese Rollen, wenn sie sich bewährt haben und gibt dafür Schritt für Schritt sein wahres „Ich“ auf.

Diese frühkindlichen Erfahrungen halten Menschen bis ins hohe Alter gefangen, binden sie und machen sie abhängig von Personen und den verschiedensten Dingen, von denen sie sich Befriedigung und Sicherheit versprechen.

Verhaltensweisen erwachsener Menschen werden vorwiegend von Programmen gesteuert, die sich aus früheren Erfahrungen zusammensetzen und im Unbewussten in Form von Bildern und Symbolen gespeichert sind. Zu diesem Teil unserer Persönlichkeit hat der bewusste Verstand keinen Zugang.

Alle unsere Erfahrungen, Schocks, traumatischen Erlebnisse etc.,  wurden gleichsam als „Information“ in unserem Unbewussten  abgelegt, vergleichbar mit  Daten, die  auf einer Festplatte gespeichert worden sind. So wie auf einem Computer die Daten so lange bestehen bleiben, bis wir sie mit der geeigneten Taste entfernen, bleiben auch die Informationen unserer Erfahrungen im Unbewussten eingeprägt, bis wir sie mit einer für das Unbewusste verständlichen „Symbolsprache“ lösen.

Mit der Sprache unseres bewussten Verstandes erreichen wir diese Ebene nicht, der unbewusste Teil unserer Persönlichkeit versteht weder Argumente noch Anweisungen -  daher beruht diese Arbeit nach Phyllis Krystal auf  Bildern und  Symbolen die, geführt vom höheren Bewusstsein,  vor dem inneren Auge des Klienten entstehen sowie auf imaginierten Handlungsabläufen, die dem Unbewussten in seiner eigenen Sprache neue, für den Klienten stimmige Bilder  vermitteln.

Die gute Nachricht: Es ist in jedem Lebensalter möglich, positiv auf die gespeicherten Verhaltensprogramme einzuwirken.

Auf diese Weise können alte Verletzungen und überholte Muster gelöscht werden, so dass sich neue, der wahren Persönlichkeit angemessene Verhaltensweisen manifestieren können.

Im Laufe der Arbeit haben sich verschiedene Symbole und Rituale für bestimmte Problembereiche als besonders wirkungsvoll erwiesen. Neben den „Pubertätsritualen“, in denen einengende Bindungen zu Eltern, anderen wichtigen Bezugspersonen oder auch ehemaligen Partnern gelöst werden, umfasst die Phyllis Krystal Methode auch Schutzsymbole und Übungen zum Auflösen negativer Emotionen, einengender Rollen, uvm.

Ein wichtiger Bereich dieser Arbeit besteht aus Übungen und Imaginationstechniken, die emotionale Defizite aus der Kindheit oder anderen Lebensphasen ausgleichen.

In Einzelsitzungen werden durch gezielte Ablösungstechniken von Personen, Rollen, traumatischen Erlebnissen usw. ganz erstaunliche Entwicklungsschritte in Richtung seelischer und körperlicher Gesundung und in erfüllende Beziehungen eingeleitet.

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